Kettenspannung
Schwingungen wirken sich verschleiß- und geräuscherhöhend auf den Kettentrieb aus. Sie können hervorgerufen werden durch
- Ungleichförmigkeitsgrad der Drehbewegungen von An- und Abtrieb
- Polygoneffekt
- Spurungenauigkeit
- Höhen- und Seitenschlag der Kettenräder
- lange, lose Kettenstränge
- Mangelschmierung
Unterschieden wird zwischen Längs- und Querschwingungen der Kette.
Bei Längsschwingungen ergibt sich eine dauernde Änderung der Kettenspannung zwischen den Kettenrädern, die umso größer wird, je kleiner die Zähnezahl ist. Querschwingungen entstehen bei langen, losen Kettensträngen durch Überlagerung von Impuls- und Eigenfrequenz des Triebes.
Durch richtiges Spannen und Führen der Kette können die genannten Schwingungen reduziert oder verhindert werden.
Kettenspanner
Die Lebensdauer eines Kettentriebes wird durch den Einsatz eines Kettenspanners wesentlich verlängert. Bis zu einer Verschleißlängung von maximal 3 % arbeitet eine Kette einwandfrei, wenn sie fortlaufend nachgespannt wird. Geschieht das nicht, beginnt das lose Kettentrum zunehmend durchzuhängen und die Kette bekommt einen unruhigen, den weiteren Verschleiß fördernden Lauf.
Die Vorspannkraft wird so bemessen, dass der Kettenlauf beruhigt ist, die Verschleißlängung aufgenommen und ein Springen der Kette über die Kettenradzähne verhindert wird. Eine zu hohe Vorspannung ist zu vermeiden, um die Kettenzugkraft und Gelenkflächenpressung nicht mehr als erforderlich zu steigern.
Kettenspanner Typ AMS
Mit automatischer Nachspannung und Rückschlagsperre durch ein Zahnraster sorgt dieser Spanner für eine gleichbleibende Schwingungsdämpfung. Zwei Befestigungsschrauben in einem Langloch gestatten das Nachführen des gesamten Kettenspanners und erweitern dadurch den Nachstellbereich.






