Klein, aber oho

Spätestens Ende der 1990er-Jahre wird dem kleinen, schnellen Fisch sein Becken zu eng. iwis wagt sich in größere Gewässer und schwimmt selbstbewusst in Richtung Übersee. Dort ist man nicht unbedingt erfreut über den präzisen Mitbewerber aus Deutschland, der nicht nur mit hoher Qualität und wegweisenden Innovationen, sondern auch mit fairen Preisen auftrumpft. Klein, aber oho. Spätestens mit der Eröffnung des iwis motorsysteme-Werks in Shanghai, China 2004 zeigt das Familienunternehmen aus Bayern, dass es längst „Global Player“ kann.

Der Wettbewerb ist Ende der 1980er-Jahre hellwach. Japan droht damals iwis von der Pole Position im Markt zu verdrängen. Der Schock sitzt tief, weckt aber auch den Ehrgeiz in München. Die Japaner verfügen zwar über ein effektives Qualitätsmanagementsystem, können aber mit der Produktqualität von iwis nicht mithalten.

JWIS-Rollenketten kommen seit Februar 2000 aus dem neuen Werk in Landsberg am Lech.

Ende der 1990er-Jahre übernimmt mit Johannes Winklhofer die 4. Generation. Eine seiner ersten Amtshandlungen ist die Eröffnung des neuen Werks in Landsberg am Lech im Jahr 2000. Erweiterungen der Kapazitäten waren am Stammsitz in Sendling aus Platzgründen unmöglich. Innovation der Stunde ist seit 2014 die Beschichtungstechnologie TRITAN, mit der sich iwis in Landsberg den hohen Ansprüchen zukünftiger Motoren stellt und wartungsfreie Steuerkettentriebe gewährleistet. Und auch im Industriekettengeschäft stellt sich iwis vorausschauend breiter auf.

Kettenhochzeit

Schon 2006 findet sich, was ohnehin zusammengehört. iwis übernimmt den Rollenkettenspezialisten Flexon GmbH. Ein Bund, den beide Seiten symbolkräftig feiern. Auf der Hannover Messe schneiden iwis und Flexon eine „Hochzeitstorte“ an. Das international tätige Unternehmen mit Standorten in Wilnsdorf, Sontra und Indianapolis, USA bringt mehr als 100 Mitarbeiter und eine Aussteuer von mehr als 20 Millionen Euro mit in die „Ehe“. Heute sind die iwis antriebssysteme ein global aufgestelltes, sehr erfolgreiches und innovatives Unternehmen.

Die Reise der Vorwärtsstrebenden geht weiter

In seinem Jubiläumsjahr verfügt iwis über weltweit 25 Niederlassungen auf vier Kontinenten. Rund 350 der rund 1.350 iwis-Mitarbeiter arbeiten derzeit im Ausland. Tendenz steigend. Was 1916 zaghaft mitten im Ersten Weltkrieg in einer alten Möbelfabrik in München begann ist heute zu einem vitalen und von Vielfalt geprägten Unternehmen mit weltweitem Renommee herangewachsen.

Die ersten 100 Jahre sind vorbei. Die nächsten 100 warten darauf, von uns in Angriff genommen zu werden. Die Reise der Vorwärtsstrebenden geht weiter.

iwis 100 Jahre